Official Music Video - 'Majesty'

EP 'Love'

 

Gestatten: Tracy.

 

Von Tracy Jacks, zweiter Song auf Blurs 94er Album Parklife. Dem Album, das fast so gut ist wie Oasis’ Morning Glory.
 
Das wiederum fast so gut ist wie Tracys Love&Cheesecake. Die vier Halbstarken aus Leipzig beweisen auf ihrem 2020er Debüt, dass geniales Songwriting keine Frage des Jahrzehnts und Selbstverliebtheit keine Frage des Aussehens ist - wenngleich Paul, Leo, Jerre und Hans zugegebenermaßen wirklich schön sind. Hier trifft ungekünstelte Energie auf Hooks, die man mit ins Bett nimmt. Zeitloser Sound bringt frischen Wind in die Kiste und bollert sich seinen Weg direkt ins Gesicht. Da gibt’s kein Ausweichen, wenn Majesty aufmacht: Tick, Tick: Boom! Hier habt ihr sie, die Melodie, die nicht altert. Tracy liefert die Ewigkeit, die alle suchen. Die, die mit Bowie gestorben schien.
 

Um es kurz zu machen: Die Band weiß, dass sie groß ist. Ganz einfach, weil sie die besseren Songs hat. Und weil sie sich nicht verstellen muss: Am Ende des Tages geht es halt doch nur um Rock’n’Roll. Ja, genau die Musik, die die Beatles berühmt gemacht hat und die dank Coldplay vor die Hunde geht. Insofern verstehen sich Tracy mit ihrem Debüt nicht nur als Retter einer verloren geglaubten Ehrlichkeit, sondern auch als Propheten einer goldenen Zeit. In der das Kind wieder beim Namen genannt wird und nicht mehr mit Kokolores wie Indie oder Alternative gebrandmarkt ist. Denn mal ganz unter uns: Was machen die Arctic Monkeys anders als die Kinks? Richtig, nichts.